Jeder Vierte wird BU

Arbeitskraftabsicherung

Brauche ich eine BU-Versicherung?

Gerade zum Start seiner Berufslaufbahn, oder beim Gründen einer Familie macht man sich intensiv Gedanken welche Versicherungen wichtig sein könnten und welche Absicherungen man haben sollte. Das Risiko berufsunfähig (kurz BU) zu werden wird sogar von Verbraucherverbänden als sehr dringende Absicherung eingestuft. Denn laut Statistiken trifft es mittlerweile einen von vier Arbeitnehmern. Und auf diesem Stuhl will keiner ohne Absicherung sitzen.

Für wen macht eine BU-Absicherung Sinn und ab wann?

Grundsätzlich für jeden Berufstätigen. Je früher man sich mit dem Thema Arbeitskraftabsicherung beschäftigt, desto günstiger kann man sich versichern. Die gesundheitliche Situation ist zudem in aller Regel in jungen Jahren besser, so dass keine Ausschlüsse oder Zuschläge befürchtet werden müssen. Ganz zentral bei der Beitragsermittlung ist der ausgeführte Beruf. Es gibt rund 300 Tarife im Bereich der Berufsunfähigkeitsabsicherung und die Gesellschaften unterscheiden sich extrem hinsichtlich Beitrag. So kann ein Beruf im Vergleich aller Tarife das zwei- bis sogar das dreifache kosten. Berufe mit hohem Risiko aufgrund von "Stress" oder körperlicher Belastung zahlen zudem von Grund her deutlich mehr, da hier die Gefahr frühzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden rapide zunimmt. Gerade diese Personen sollten dann aber erst Recht über eine Arbeitskraftabsicherung nachdenken, da hier der BU-Fall auch deutlich wahrscheinlicher wird!

Gibt es Alternativen zur BU-Versicherung für teure Berufe?

Autor Autor:

Gabriel Sampl
Finanzwirt (twi)


Veröffentlicht am 06.03.2017

Ja diese gibt es und seit Jahren nimmt auch hier die Qualität deutlich zu, so dass man hier tatsächlich von bezahlbaren Alternativen für risikoreiche Berufe sprechen kann.
Zum einen gibt es sogenannte Körperschutz-Policen die gerade für körperlich Tätige Personen sehr interessant sind. Hier zahlt der Versicherer sobald eine Grundfähigkeit, wie beispielsweise das Benutzen einer Hand eingebüßt wird die vereinbarte monatliche Rente und dies bei den meisten Anbietern unabhängig davon, ob man seinen Beruf noch ausübt und ausüben kann.
Der Preis für eine Körperschutzpolice liegt bei körperlich intensiv arbeitenden Berufen im Vergleich zu einer BU-Versicherung deutlich niedriger und bewegt sich im Rahmen von etwa 30-50 Prozent des BU-Beitrags.

Für Berufe, wie Anwälte und viele kaufmännische Selbständige, macht die Überlegung einer Schwere-Krankheiten-Absicherung als Ersatz oder Ergänzung zu einer BU zu machen durchaus Sinn. Preislich kostet sie in etwa gleich viel wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit vergleichbarer Absicherungshöhe.
Das Interessante ist der Ansatz dieser Versicherung, da hier nicht ausschlaggebend ist, ob man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, sondern ob eine schwere Erkrankung eingetreten ist, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, MS oder zum Beispiel Krebs.
Ab Diagnose der Erkrankung wird die vereinbarte Einmalsumme an den Versicherten ausbezahlt
.

Welche Absicherung für wen ratsam und sinnvoll ist sollte man im Einzelfall sehr genau prüfen und sich ausreichend Zeit mit einem neutralen Berater nehmen, um dann gut gewappnet zu sein für die nächsten Berufsjahrzehnte.

Eine BU-Absicherung ist wichtig und für viele Berufe, die teuer ausfallen, gibt es mittlerweile sehr interessante und preiswerte Alternativen!

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